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Geschichte |
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Historisches |
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Die Geschichte des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks geht weiter zurück als das Datum des Erlasses, mit dem das Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk als Vollhandwerk anerkannt wurde, es vermuten läßt. Im Jahre 1936 erkannte nämlich der Reichswirtschaftsminister die „Fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfung im Jalousie- und Rolladenmacher-Handwerk“ als verbindlich an. Blickt man weiter zurück, findet sich im Jahr 1854 der erste konkrete Ansatz des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks in Deutschland. In diesem Jahr wurde nämlich in Hamburg die erste deutsche Jalousiefabrik gegründet. Sie stellte zunächst verstellbare Zugjalousien her, bei denen in seitlichen Holzführungsrahmen schmale, dünne Holzbrettchen durch Trägerbänder geführt und mittels Zugschnüren bedient wurden. |
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Fabrikhof
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Im Grunde genommen unterscheiden sich diese Zugjalousien aus dem Jahre 1854 nur wenig von den heutigen Jalousien. Der wesentliche Unterschied liegt darin, daß an Stelle der Holzbrettchen und Holzführungsrahmen heute Aluminium verwendet wird, von technischen Einzelverbesserungen abgesehen. Der Werkstoff Holz bestimmte auch in den folgenden Jahrzehnten das Bild des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks. Deshalb findet sich das Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk in der aus dem Jahre 1953 stammenden Handwerksordnung in der Anlage A unter der III. Gruppe, der Gruppe der Holzgewerbe, unter der lfd. Nr. 54. Bis zum Ende der 50er Jahre war es neben den Jalousien, den Roll- und Scherengittern und Markisen der Holzrolladen, der dem Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk sein spezielles Gepräge gab. |
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Lehrwerkstatt
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Die rasante Entwicklung der Kunststoffe, die verstärkt Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre auch Eingang in den Baubereich fanden, ließ auch das Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk nicht unberührt. Gerade dieses Handwerk wurde von der ungestümen technischen Entwicklung stark verändert. An Stelle der bisher vorherrschenden Holzprofile für die Rolladenherstellung wurden Kunststoffhohlkammerprofile verarbeitet. Pflegeleichtigkeit, einfache Bearbeitung und letztlich auch ein günstigerer Preis verdrängten den Holzrolladen bis Anfang der 70er Jahre fast vollständig vom Markt und auch aus den Rolladen- und Jalousiebauerbetrieben. Parallel dazu führte die Entwicklung von der Verwendung der Kunststoffhohlkammerprofile für Rolladenstäbe zur Herstellung von Kunststoff-Fenstern. Das Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk war von Anfang an an der Einführung der Technik der Kunststoffprofilbearbeitung im Handwerk beteiligt, widmet sich seitdem verstärkt der Herstellung von Rolladen-Fenster-Einheiten. Daneben wurde die breite Produktpalette, die das Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerk von jeher auszeichnete, gepflegt und weiterentwickelt. Tür- und Fensterläden, Tor- und Gitteranlagen, Jalousien, Markisen und sonstige bewegliche Sonnenschutzanlagen sowie Verdunkelungsanlagen gehören nach wie vor zum Tätigkeitsfeld.
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Schiebeladen
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Verstärkt werden die Produkte des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks mit elektrischen Antrieben und Steuerungen versehen. Während Rolltoranlagen schon seit langer Zeit zum überwiegenden Teil mit Elektromotoren angetrieben werden, hat die technische Entwicklung zum Angebot von sog. Rohrmotoren geführt, die in die Rolladen- oder Markisenwelle eingeschoben fest integrierter Antrieb dieser Bauteile sind. Der Rolladen und Jalousiebauer wird also in Zukunft in noch größerem Maße sich mit Elektroantrieben und verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten ganzer Anlagen, z. B. Außenjalousieanlagen für Bürogebäude, die über Wind- und Sonnenwächter gesteuert werden, zu beschäftigen haben.
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historische Markise
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